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1971:

Die Gründung der Burgritter! 

Es war der Inthronisationsball in Schmidmühlen.

Konstantin Lochner und Erwin Heindl trafen sich dort und waren einer Meinung. So etwas müsste doch auch in Burglengenfeld möglich sein. Man wollte es jedenfalls versuchen. Zwei Tage später besprach man in Lochners Wohnung bereits die notwendigen Vorbereitungen und der Optimist Heindl wettete ein Faß Bier, dass sich am Faschingsdienstag tatsächlich ein Faschingszug durch Burglengenfeld wälzen würde. Konstantin Lochner wollte für dieses Ziel in der Burglengenfelder Zeitung kräftig die Werbetrommel rühren und er war es, der als erster mit einer Spendenliste zu den Burglengenfeldern ging. Lochner wurde zum Strategen der ersten Stunde und seine Wohnung zur Kommandozentrale.

„Damische Burgritter" sollten die Organisatoren des Burglengenfelder Faschings heißen; ihr Präsident wurde Albert Karl, der allerdings erst aus der Zeitung vor seiner Ehrung erfuhr. Ihr Ruf wurde „Buli - Buli"! Beim Gerstmeier wurden als nächstes die Vereine Burglengenfelds zusammengerufen, um mit ihnen den Faschingszug zu besprechen. Konstantin Lochner erschien hier bereits mit gezeichneten Vorschlägen für die Gestaltung der Wägen. Keiner der 29 angeschriebenen Vereine fehlte und alle wollten sie einen Wagen übernehmen.

Nach drei hektischen Wochen war es endlich soweit. Burglengenfeld hatte nach langer Zeit wieder einen Faschingszug. Es war sicher einer der ideenreichsten bisher und spiegelte die Begeisterung der Vorbereitungszeit. Über 80 Wagen und zehn Musikgruppen fanden den großen Beifall der Burglengenfelder.

Im Herbst des gleichen Jahres wählten die Burglengenfelder Elferräte und Gardemädchen zur Vorbereitung des nächsten Faschings.


1972:

Der Fasching 1972 war ein kurzer, aber olympischer und heißer Fasching. Anfang Januar vollzog sich mit der Schlüsselübergabe vor dem Rathaus der "große Machtwechsel". Die so an die Macht gekommenen Burgritter besuchten nahezu 40 Veranstaltungen, verteilten im Altenheim und Krankenhaus 250 geschenkverpackte Tafeln Schokolade, organisierten einen weiteren Faschingszug in Burglengenfeld und nahmen am Ostbayrischen Faschingszug in Regensburg teil. Im Herbst gaben sich die Burgritter die Satzung einer Faschingsgesellschaft.


1973:

Auch in diesem Jahr wurder der Ostbayerische Faschingszug in Regensburg besucht und in Burglengenfeld ein Faschingszug organisiert.

Der Kinderfasching mit einem Kinderprinzenpaar wurde ins Programm aufgenommen und erstmals der Buli-Buli-Ball gefeiert. Die Elferrätler legten ihren roten Umhang ab und schlüpften in einen eleganten rot-besetzten weißen Smoking. Die Gardemädchen traten als Gäste in München im "Schwabinger Hof" auf und die Ritter beteiligten sich an einem von ihnen selbst organisierten Fußballpokalturnier, bei dem sie allerdings nur den letzten Platz belegten. Den Pokal erhielten die Fußballer vom "Cafe Roma".


1974:

Dieser Fasching hatte einen eindeutigen Höhepunkt, das Ostbayrische Prinzen- & Gardetreffen, das erstmals nach Burglengenfeld vergeben wurde. 17 Garden - die weiteste kam aus Nürnberg - tanzten in der überfüllten ASV-Turnhalle vor einem begeistert mitgehenden Publikum.

Im Herbst übergab Albert Karl das Amt des Präsidenten an Xaver Hecht. Das Amt des Vizepräsidenten, mit der Hauptlast der Arbeit, übernahm Franz Joseph Vohburger; Albert Karl wurde Ehrenpräsident.


1975:

Der gute Erfolg des Gardetreffens 1974 bescherte den Burglengenfeldern auch 1975 diese große Veranstaltung. Sie stand der vorausgegangenen in nichts nach. Der Film, der dabei gedreht wurde, zeigt das deutlich.

Großen Erfolg hatten die Burgritter mit ihrem Fußballspiel "Behördenelf - Burgritter". Bei herrlichem Sonnenschein kamen rund 1000 Zuschauer zum ASV-Platz. Der Reingewinn wurde dem Kindergarten zur Verfügung gestellt.

Für den Sommer ließen sich die Burgritter mit dem Ritterfest etwas Neues einfallen. Der erste Tag war zwar verregnet, doch am zweiten Tag kamen 1500 Ritterfreunde. Die Kinderbelustigungen und Lochners Sketsch "Ritter Georg und die SAD-Schlange" gefielen besonders.

Im Herbst begannen bei den Burgrittern Neuerungen auf allen Gebieten. Bis Weihnachten wurden neue, renaissanceähnliche Kostüme von Fachleuten in Regensburg entworfen und gefertigt.

Die Faschingseröffnung wurde mit einem Sketsch, einer Filmvorführung, Stubenmusi und Krapfenverkauf als oberpfälzer Fasenachtsabend gestaltet.

Der Almenhoftorbau wurde als standesgemäße Herberge gepachtet und die Gesellschaft mit veränderter Satzung und erweiterter Zielsetzung als Fasenachtsverein ins Vereinsregister eingetragen.

 


1976:

In der Vorstandschaft des Vereins gibt es einen Umbruch. Konstantin Lochner wird Präsident. Für seine Verdienste wird Xaver Hecht zum zweiten Ehrenpräsidenten des Vereins ernannt.


1977:

Der Faschingszug in Burglengenfeld ist diesmal ein Ostbayrischer Faschingszug. Garden aus der Oberpfalz und Niederbayern nehmen teil. Im Sommer diese Jahres fand wieder ein Ritterfest statt.


1979:

In diesem Jahr fand wieder einmal ein Faschingsfußballspiel statt. In der Vorstandschaft wurde die Stafette erneut weitergereicht. Auf Lochner folgte Freid-Jürgen Rohrbeck als Präsident. Inder Session 1979/80 mußten die Burgritter ohne Garde auskommen. In der Not gründete man ein Männerballett, das schnell zu Tugend wurde und bis heute äußerst beliebt ist.


1981:

Die "Damischen Burgritter" wurden im Zuge von Satzungsänderungen umbenannt. Das "Damische" fällt weg und der Verein heißt jetzt "Die Burgritter Burglengenfeld e.V.".


1982:

Die Burgritter rücken endgültig vom Kauf der sonst üblichen Faschingsorden ab. Statt fertig bestelltes Blech werden die Orden im Verein von Handarbeit hergestellt. Motiv ist immer ein historisch bedeutsames Gebäude oder eine Ansicht der Stadt Burglengenfeld. Der erste selbstgefertigte Zinnorden mit Burglengenfelder Motiv: das Stadtwappen.


1984:

Im historischen Ambiente des Vereinsheimes Almenhof richten die Burgritter ein Almenhoffest aus.


1985

Dem Männerballett wird eine besondere Ehre zu Teil. Die Grazien der Burgritter können sich endlich mit den Schönheiten des Faschings in Ostbayern messen. Das Männerballett tritt beim Ostbayrischen Gardetreffen in Weiden auf.


1987:

Die Garde wird komplett neu eingekleidet. Natürlich werden wieder Kostüme nach historischen Vorbildern geschneidert.


1988:

Dank ihrer historischen Kostüme sind die Burgritter eine Augenweide beim "Jörg der Auer"-Festzug der Stadt Burglengenfeld.


1989:

Zum letzten Mal für lange Zeit findet in Burglengenfeld ein Treffen der Garden statt. Beim Ostbayrischen Gardetreffen wird die Stadt dem guten Ruf als Faschingshochburg nochmals gerecht.


1990:

Die Burgritter blicken auf 20 Jahre zurück. Aus diesem Anlass wird ein Sonderorden geschaffen. Ein Vereinsausflug nach Tschechien ist für die Aktiven ein Höhepunkt.

1991:

Durch den Golfkrieg fällt der Fasching Anfang des Jahres fast komplett aus. Nur wenige Auftritte finden statt.


1992:

Wegen des ausgefallenen Faschings amtieren Andreas I.  und Andrea I. nochmals als Prinzenpaar. Die Burgritter nehmen am historischen Festzug der Stadt Burglengenfeld teil. Anlass ist das 450jährige Stadtjubiläum.


1993:

In diesem Jahr gibt es nach langer Durststrecke wieder "Nachwuchs" im Verein. Die Kindergarde entsteht von Neuem und wird zu einer festen Säule des Vereins.


1994:

Nach langer Pause veranstalten die Burgritter wieder einen Inthronisationsball, mit Hinblick auf das bevorstehende 25jährige Jubiläum. Es wird aufwändig extra ein Theaterstück dafür entwickelt. Monatelang wird geprobt, werden Requisiten angeschafft, allein der Zuspruch fehlt. Zwar gibt es Lob in der Presse und dem Publikum gefällt die Aufführung. Doch 80 zahlende Gäste reichen nicht aus die Unkosten zu decken und der Versuch wird wieder eingestellt.


1995:

Das 25jährige Jubiläum der Burgritter wird gefeiert. Dazu wird im Pfarrheim St.Michael ein Sommernachtsfest mit Musik und Tanz veranstaltet.

Die Garde beweist, daß sie nicht nur tanzen kann. Bei einem Fußballturnier in Fischbach zeigen die Mädchen Talent im Umgang mit dem runden Leder.

Eine große Ära geht zu Ende. Wegen der Aufagbe und des Abrisses der ASV-Halle steht der Ort rauschender Burgritterfeste nicht mehr zur Verfügung.


1996:

Die männliche Vorherrschaft über die Burgritter ist vorbei, die Emanzipation greift auch hier um sich. Vorjahresprinzessin Manuela Wanner wird Präsidentin der Burgritter, Jürgen Rohrbeck wird zum Ehrenpräsidenten ernannt. Die Burgritter pflegen internationale Kontakte. Eine Abordnung mit Präsidentin Manuela Wanner nimmt am Europäischen Karnevalstreffen in Metz/Frankreich teil. Die Kinder- & Jungendgarde studiert erstmals ein Sommerprogramm ein: "Hier kommt die Maus" und hat promt großen Erfolg damit.


1997:

Der Aufschwung in der Kinder- & Jugendarbeit des Vereins setzt sich fort. Die Burgritter veranstalten einen eigenen Kinderfasching, der sofort ausverkauft ist.


1998:

Der weiblichen Hand folgt wieder ein Mann. Dieter Scharf wird Präsident. Im Folgejahr steht ein Auftritt in Salzburg an.


2000:

Niemand ist mehr bereit das Amt des Präsidenten zu übernehmen. Dem Verein droht die Auflösung. Auf einer außerordentlichen Versammlung springt Ehrenpräsident Jürgen Rohrbeck wieder als Präsident in die Bresche. Es kommt in der Folge zu einem Umbruch im Verein bei dem die Kindergarde fast alle Mitglieder verliert und neu aufgebaut werden muß.


2002:

Die neue Stadthalle ermöglicht wieder Faschingsgroßveranstaltungen nach Burglengenfeld zu holen. Nach vielen Jahren Pause findet erstmals wieder ein Gardetreffen in der Stadt statt. Es ist das Ostbayrische Jugendgardetreffen in der Stadthalle.


2003:

Das 33jährige Jubiläum steht an. Den Burgrittern wird durch den Landesverband Ostbayrischer Faschingsgesellschaften (LVO) eine große Auszeichnung zu Teil. Auf Vorschlag des LVO-Präsidiumsmitglieds und Burgritters Norber Wanner wählt das Präsidium die Burgritter aus, die Oberpfalz beim Faschingsempfang des Ministerpräsidenten in der Staatskanzlei zu vertreten. Der Höhepunkt dabei: Prinzessin Sabine III. schneidet Landesvater Edmund Stoiber die Krawatte ab. Die Burgritter sind selbst in den Abendnachrichten des Bayrischen Fernsehens präsent.

Im Sommer feiert der Verein dann sein 33jähriges Jubiläum mit Bierzeltbetrieb und Festzug am Volksfestplatz.

Trauriges Ereignis des Jahres ist der Tod von "Gründungsvater" Erwin Heindl.


2004:

Wieder findet ein Gardetreffen in der Stadthalle statt. Diesmal sind es die großen Garden aus Niederbayern/Oberpfalz.

Im Somer besucht eine Abordnung die Faschingsgesellschaft Werder bei Potsdam.

Das Männerballett tritt am Geburtstag von Gründungsvater Albert Karl im Gasthof Krone auf.


2007:

Mitten unter der Session springt das Große Prinzenpaar ab. Glücklicherweise füllt das Kinderprinzenpaar Martin Krogner und Marina Probst die Lücke.

Diesmal findet das Ostbayrische Kindergardetreffen in der Burglengenfelder Stadthalle statt, - genauso wie erstmals der Buli-Buli-Ball.


2008:

Der Buli-Buli-Ball wandert in die Maxhütter Stadthalle aus.

Die Burgritter nehmen am großen LVO-Jubiläumsball in Nabburg teil.


2009:

Erstmals findet der Rathaussturm in Maxhütte unter Teilnahme aller drei Städtedreiecksbürgermeister statt.

 

Rathausstrum in Burglengenfeld am 11.11.!

Es wird wieder Zeit ! Die Burgritter stürmen mit einem lauten "Buli-Buli" das Burglengenfelder Rathaus. Seien Sie dabei und feuern Sie unsere Tänzerinnen mit ihren Gardetanzen eifrig an.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch  

am 11.11.2017 um 11.11 Uhr im historischen Rathaussaal